Heilkräuter/Gewürze in der Apotheke und Küche

Tipps von Ihrer Schwarmer Apotheke:         Tipp
Heilkräuter und Gewürze
Kräuter nehmen eine Sonderstellung in der Ernährung ein. Sie haben eine Vielzahl von gesundheitlichen Wirkungen, die man neben dem Geschmack kennen sollte, um sie richtig und vor allem appetitlich einsetzen zu können.

Im Deutschen Lebensmittelbuch sind Kriterien zur Unterscheidung von Kräutern und Gewürzen formuliert:

  • Kräuter sind frische oder getrocknete Blätter, Blüten, Sprosse oder Teile davon.
  • Gewürze sind Blüten, Früchte, Knospen, Samen, Rinden, Wurzeln, Wurzelstöcke oder Teile davon, meist in getrockneter Form.
Richtiges Würzen dient der Gesundheit. Es schafft Wohlbefinden und steigert die Leistungsfähigkeit, da es Herz und Kreislauf entlastet. Das Verdauen der Nahrung ist eine körperliche Belastung, die durch die richtigen Kräuter erleichtert wird. Wer kennt nicht Kümmel oder Beifuß, die blähendes und fettreiches
Essen bekömmlicher machen?

Es gibt viele bittere, aromatische oder scharfe Heilkräuter, die wir in unserer Küche verwenden, so daß für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Einige Heilkräuter, die auch in der Küche Verwendung finden, sollen an dieser Stelle vorgestellt werden:



Ingwer
Ingwer
Ingwer wird bei uns in Mitteleuropa als Gewürz immer beliebter. Ursprünglich stammt die Pflanze aus den Tropen und Subtropen und wird unter anderem in Indien und Vietnam angebaut. Bereits vor über 3000 Jahren wurde in China Ingwer verwendet. Als Heilkraut und Gewürz nutzt man den unterirdischen
Hauptsproß der Pflanze, das Ingwerrhizom. Ingwer wirkt antibakteriell, schützt vor Erbrechen, fördert die Durchblutung und steigert die Produktion der Gallensäfte. Er wird auch bei Wetterfühligkeit, Erkältungen, Rheuma, Reiseübelkeit und Magendarmbeschwerden eingesetzt.

Zingiberen, Zingiberol, Gingerol und Shogaol die in dem ätherischen Öl des Ingwers enthalten sind, rufen die Wirkung hervor. In der Küche wird Ingwer unter anderem als Zusatz von Currys, Chutneys, Lebkuchen, Milchreis und Tee verwendet.

Wer möchte kann versuchen selbst Ingwer zu ziehen. Dazu kann man das im Supermarkt erhältliche Gewürz in 3-5cm breite Stücke schneiden und mit der Schnittstelle nach unten in Blumenerde stecken. Ein Stück Ingwer sollte aus der Erde herausschauen. In warmen Räumen, mäßig feucht gehalten, wächst die Ingwerpflanze schnell heran.



Safran
Safran
Safran ist berühmt für sein Aroma und die leuchtend gelbe Farbe. Schon ein wenig des Gewürzes reicht aus, um Speisen den typischen Geschmack und die intensive gelbe Farbe zu geben. Verantwortlich für diese Eigenschaften sind die Substanzen Safranal, Picrocrocin und Crocin.

Die Pflanze stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und Kleinasien und wird unter anderem in Spanien und dem Iran angebaut.

Safran wird aus den getrockneten Blütennarben des Safrankrokus gewonnen. Die Ernte ist sehr mühselig. Aus diesem Grund ist dieses Gewürz auch sehr teuer. Safran wird in der mediterranen und orientalischen Küche zum Beispiel für Reisspeisen, Suppen und Meeresfrüchte verwendet.

In der Volksmedizin wird Safran als verdauungsförderndes Mittel eingesetzt.



Rosmarin
Rosmarin
Rosmarin ist im Mittelmeerraum heimisch. Er wird aber auch in Deutschland angebaut. Als Gewürz und Heilkraut verwendet man die Blätter des bis zu 2 Meter hohen Strauches. Wegen des Duftes wurde Rosmarin manchmal auch als Weihrauchersatz benutzt, was ihm den Namen „Weihrauchkraut“ einbrachte. Rosmarin enthält ätherische Öle, Harze, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Pflanzensäuren und etwas Saponin.

In der Volksmedizin nutzt man Rosmarin zur Anregung des Kreislaufes, zum Ausgleichen des Nervensystems und zur Unterstützung der Verdauung. Wer sich einen Tee aus diesem Heilkraut bereiten möchte, nimmt einen gehäuften Teelöffel Rosmarinblätter und übergießt diese mit 1/4 L kochendem Wasser. Nach 15min kann der Tee getrunken werden. Er hilft bei Erschöpfungszuständen, besonders nach Grippe oder Erkältung.

In der Küche sollte man darauf achten, recht sparsam mit dem Gewürz umzugehen, da es sehr intensiv ist. Genutzt wird Rosmarin zum Beispiel zum Würzen von Gemüsesuppen, Braten und Innereien.



Thymian
Thymian
Thymian stammt wie der Rosmarin aus dem Mittelmeerraum und wird auch bei uns in Kulturen und in Gärten angebaut. Verwendet wird das ganze blühende oberirdische Kraut der Pflanze. Schon im alten Ägypten wurde Thymian zur Linderung von Leiden eingesetzt. Bedeutende Inhaltsstoffe des Thymians sind: ätherische Öle mit Thymol, Carvacrol, Borneol, Cymol, Pinen und andere, etwas Gerbstoff und Flavonoide. Thymian wirkt desinfizierend und krampflösend und wird bei Lungen- und Verdauungsproblemen eingesetzt.

Wer möchte kann sich folgenden Magentee mischen: 20,0 g Thymiankraut
10,0 g Kümmelfrüchte
10,0 g Pfefferminzblätter
10,0 g Tausendgüldenkraut
2 gehäufte Teelöffel werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. Nach 10 min abseihen und mäßig warm trinken.

Thymian hilft fettreiche Speisen bekömmlicher zu machen und wird deshalb Bratkartoffeln oder Rührei mit Speck zugegeben. Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Heilkräuter, die in der Küche Verwendung finden, wie Salbei, Lavendel, Nelken und Zimt. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem stehen wir mit Rat zur Seite.

 

Literaturverweis
  • M. Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen
  • LEL Schwäbisch Gmünd - Küchenkräuter (Internet)
  • LEL Schwäbisch Gmünd - Ingwer (internet)
  • Safran-Versand by Tali - Über Safran (Internet)
  • Heilkräuter.de - Rosmarin, Ingwer
  • Wikipedia - Ingwer (Internet)
  • Partnerinfo Vivesco Nr. 1 2012
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