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Heuschnupfen

 

Der Frühling ist für viele Menschen eine wunderschöne Jahreszeit. Endlich kann man wieder viel Zeit im Freien verbringen und die Natur genießen. Für rund 12 Millionen Menschen in Deutschland beginnt aber auch die Zeit des
leidigen Heuschnupfens.

Der Heuschnupfen zählt zu den Allergien. Er tritt vorwiegend im Frühling bis Herbst auf. Treten die Beschwerden ganzjährig auf, handelt es sich dabei meist um eine Tierhaar- oder Hausstaubmilbenallergie. Das Immunsystem der Menschen die darunter leiden reagiert überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe (Antigene).

Heuschnupfengeplagte reagieren beispielsweise auf Blütenpollen.
Die Symptome der Allergie können mild bis schwerwiegend sein. Sie reichen von juckenden brennenden und tränenden Augen über ständig laufender zugeschwollener Nase, allergischem Asthma, Kontaktekzemen bis zum anaphylaktischen Schock. Wird eine Allergie nicht behandelt, können sich ihre Symptome im Laufe der Zeit verstärken. Auch kann es vorkommen, daß Allergiker plötzlich bestimmte Lebensmittel nicht mehr vertragen. Dies beruht darauf, daß die Antikörper unseres Immunsystems in den Lebensmitteln Strukturen finden, die auch in den Antigenen der sonst allergieauslösenden Stoffe enthalten sind. So können Birkenpollenallergiker auch allergisch auf Äpfel reagieren oder Latexallergiker vertragen keine Bananen, Pfirsiche oder Tomaten mehr.

Beim Heuschnupfen handelt es sich um eine Allergie vom Typ 1, dem sogenannten Soforttyp. 90 % aller Allergien zählen dazu. Innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden kommt es zu einer Reaktion des Körpers. Spezielle IgE-Antikörper in unserem Blut verursachen eine übermäßige Ausschüttung des Gewebehormons Histamin aus den Mastzellen. Dieses Hormon ist für die allergischen Reaktionen zuständig. Meist sind diese lokal begrenzt, können aber auch den ganzen Körper betreffen und führen dann zum anaphylaktischen Schock, der lebensbedrohlich sein kann.

In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Allergiker in den Industrieländern angestiegen. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die aber noch nicht abschließend geklärt sind.

  • Es wurde ein Zusammenhang entdeckt, daß Kinder, deren Eltern an Allergien leiden, selbst ein erhöhtes Risiko haben daran zu erkranken.
  • Nach der Dreck- und Urwaldhypothese führen Wissenschaftler den Anstieg auf eine übertriebene Hygiene zurück.
  • Auch der Rückgang an Wurm- und anderen Parasitenerkrankungen in Industrieländern könnte dazu beitragen eher an einer Allergie zu leiden.
  • Durch Feinstaub und Dieselrußpartikel können an diese anheftende Allergene tiefer in die Lunge gelangen und dort eher die Antikörperbildung auslösen.
  • Die kürzere Stillzeit bei jungen Müttern kann das Risiko erhöhen, daß ihre Kinder an einer Allergie erkranken.

Es ist wichtig, dass bei einem Verdacht auf eine Allergie diese durch einen Arzt mit Hilfe von Untersuchungen bestätigt wird.
Der Nachweis erfolgt über einen Test. Dieser kann als Provokationstest oder als Blutuntersuchung durchgeführt werden. In Blutuntersuchungen werden freie IgE- Antikörper nachgewiesen. Ist ihr Wert erhöht, kann eine Allergie vorliegen. Die hohen Werte können aber auch durch Parasitenbefall oder bestimmte Bluterkrankungen hervorgerufen werden.
Der Nachweis gibt keine Aussage über Art und Schwere der Symptome. Es kann aber auch sein, dass trotz Sensibilisierung keine Antikörper nachweisbar sind.
Bei den Provokationstests werden dem Patienten entweder über Haut, Nase, Lunge oder Essen vermutete Allergene zugeführt. Der Vorteil dieser Untersuchungen ist, dass man ein Symptom auslöst und nicht nur den Nachweis auf Antikörper hat. Diese Tests können sehr starke Krankheitszeichen hervorrufen, weshalb sie nur von allergologisch erfahrenen Ärzten durchgeführt werden sollten, die auch Notfallmaßnahmen durchführen können.

Die meisten Medikamente die bei Allergien eingesetzt werden, mildern oder verhindern das Krankheitsbild. Sie führen nicht zu einer Heilung. Eine Ausnahme bildet die Hyposensibilisierung. Bei dieser wird der Körper an das Allergen gewöhnt. Dazu wird das Allergen in abgeschwächter Form über Monate bis Jahre immer wieder unter die Haut gespritzt oder per Tropfen eingenommen und dessen Dosierung gesteigert. Dadurch setzt ein Gewöhnungseffekt ein. Das Immunsystem reagiert nicht mehr mit einer Abwehrreaktion, wenn es mit dem Allergen konfrontiert wird. Diese Therapie wird unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt.

Andere Arzneimittel, die bei Allergien eingesetzt werden sind z.B.: Antihistaminika-systemisch oder lokal wie Cetirizin oder LoratadinDiese Substanzen verhindern, daß das Histamin sich an Zellen im Körper bindet und die allergischen Reaktionen hervorruft. Sie wirken sofort.

Cortisonabkömmlinge
Cortisonabkömmlinge wirken entzündungshemmend und modulierend auf das Immunsystem. Der Patient erhält dadurch eine Linderung seiner Symptome. Sie wirken prophylaktisch.

Cromoglicinsäure
Dieser Wirkstoff stabilisiert die Mastzellen in denen sich das Histamin befindet. Dadurch kann das Histamin aus diesen Zellen nicht mehr so schnell freigesetzt werden. Wichtig ist, das Cromoglicinsäure nicht zur Akutbehandlung eingesetzt wird, sondern als Prophylaxe.

Calcium
Calcium wird traditionell zur Prophylaxe eingesetzt.

Nasenduschen
Durch das Reinigen der Nase werden Allergene, die sich dort angesammelt haben, ausgespült. Dadurch wird die Schwere der allergischen Reaktion gemildert.

Allerpril
Dieses Mittel enthält das Öl der Perillapflanze, die traditionell eingesetzt wird bei Husten- und Niesreiz, Erkältungen, pfeifenden Atem oder Erkrankungen der Atemwege.
Das Öl dieser Pflanze wirkt stark antiallergisch und entzündungshemmend.

Schüssler Salze
Die Mineralstoffe nach Dr. Schüssler sind keine Mineralien im üblichen Sinne, wie sie in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind. Das Besondere an ihnen ist, daß die Mineralsalze homöopathisch potenziert
sind.
Genutzt werden können z.B. Biochemie Salz Nr. 2 und Nr. 8 in den akuten Phasen der Allergie. Um die Widerstandskraft zu stärken und die Heilung der gestressten Haut zu fördern kann das Biochemie Salz Nr. 3 eingenommen werden.

Zusätzlich zu den Medikamenten ist es für Allergiker wichtig, Allergene zu meiden*
Das heißt für den Heuschnupfengeplagten z.B.:

  • Kleiderwechsel nach einem Aufenthalt im Freien, möglichst nicht im Schlafzimmer und auch dort die getragene Kleidung nicht liegen lassen
  • regelmäßig Böden und Ablagen feucht abwischen
  • Brille putzen nach Aufenthalt im Freien
  • Haarewaschen vor dem Schlafengehen
  • Auto mit Pollenfilter ausstatten
  • Lüften nur in der pollenarmen Zeit- Stadt frühmorgens,- Land abends nach 19:00 Uhr
  • während der Heuschnupfenzeit keine anstrengenden Tätigkeiten im Freien, bei denen man tief einatmen muß
  • Urlaub während der Pollensaison

* Quelle: Novartis

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